Das Orchester

Als das Landesjugendsinfonieorchester 1993, ein Jahr nach seiner Gründung, Karl Jenkins „Billy the Kid“ in einem Vorort von Hamburg mit nur drei Bratschen und nahezu ohne Publikum aufführte, war kaum vorherzusehen, mit welch großen Sprüngen sich das Orchester in die Welt der Spitzennachwuchsensembles katapultieren sollte. Ein im selben Jahr eingeführtes und bis heute bestehendes Auswahlverfahren sorgte jedoch früh dafür, dass junge begabte und engagierte Musikerinnen und Musiker - der Spitzennachwuchs der Brandenburger Musikschulen - in den Reihen des Orchesters Platz nahmen.

Nun, nach über zwei Jahrzehnten, zählt die Junge Philharmonie zu den besten Nachwuchsorchestern Deutschlands und begeistert unter der Leitung namhafter Dirigenten, allen voran des Chefdirigenten Sebastian Weigle, Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt, und des ständigen Dirigenten Aurélien Bello, ihr Publikum. Selbst internationale Solisten wie Daniel Barenboim, Jochen Kowalski, Marlis Petersen oder Claudio Bohorquez musizierten bereits mit den Brandenburgern. Zahlreiche Konzertreisen führten das Orchester in den vergangenen Jahren nach China, in den Nahen Osten, nach Norwegen, Litauen, Ungarn, Polen, Österreich, Indien, Südkorea und Mittelamerika. Neben der Arbeit am Orchesterklang und den überaus gelungenen Konzerten standen bei diesen Reisen immer auch das Miteinander als Orchester und der interkulturelle Dialog im Zentrum. Seit 2006 ist die Junge Philharmonie Brandenburg ständiges Festivalorchester beim j:Opera Festivalsommer auf Schloss Tabor in Österreich. So wurden zahlreiche Opernklassiker unter der Leitung gefragter Dirigenten wie Sebastian Weigle, Julia Jones, Peter Keuschnig, Rudolf Bibl und Don Moses aufgeführt.

Dokumentiert wird die künstlerische Entwicklung der Jungen Philharmonie durch beachtenswerte Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen, wie zum Beispiel durch die 2012 unter der Leitung von Sebastian Weigle entstandene Jubiläums-CD (Beethoven „Ah! Perfido … Per pietá“ mit der Solistin Marlis Petersen, Tschaikowsky „Romeo und Julia“ und Mahler Sinfonie Nr. 4 in G-Dur). Spartenübergreifende Projekte wie eine mit dem Berliner Theater HAU aufgeführte Tanzperformance zu Strawinskys „Ödipus Rex“ runden das Profil des Brandenburger Spitzenensembles ab. 

Für die Musiker, die zwischen 13 und 25 Jahren alt sind und sich drei- bis viermal im Jahr zu intensiven Probenphasen treffen, ist die Zeit im Landesensemble prägend. Sie hilft ihnen bei der Entscheidung, ob ein Musikstudium für sie in Frage kommt, und bereitet sie gegebenenfalls bereits auf eine professionelle Musiklaufbahn vor. Die Liste der renommierten Orchester, in denen ehemalige Mitglieder der Jungen Philharmonie Brandenburg spielen, ist lang und umfasst neben vielen anderen auch die Komische Oper Berlin, die dem Orchester seit seiner Gründung verbunden ist. Seit 2007 hat sie offiziell die Patenschaft des Orchesters übernommen. Viele der Registerprobenleiter, die in den Probenphasen die Nachwuchsmusiker anleiten, stammen aus den Reihen des Opernorchesters.

Schirmherr:
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Gefördert von:
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

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